Knabenschiessen


Kategorie:
Gesellschaftliche Praktiken
Kanton:

Beschreibung

Das Zürcher Knabenschiessen findet jeweils am zweiten Wochenende im September oder eine Woche vor dem eidgenössischen Bettag statt und dauert von Freitag- bis Montagabend. Der Anlass geht auf die militärische Ausbildung der Knaben zurück, die bis ins Mittelalter zurück bezeugt ist. Seit dem 17. Jahrhundert fanden im Sommer Waffenübungen statt, die mit dem «Knabenschiessen» als eine Art Examen im September ihren Abschluss fanden. Seit 1899 organisiert die Schützengesellschaft der Stadt Zürich das Knabenschiessen im Albisgütli. 1991 wurden erstmals auch Mädchen zum Schiesswettbewerb eingeladen. Heute sind von den über 4000 teilnehmenden 13- bis 17-Jährigen rund ein Drittel Mädchen. Der Schützenkönig bzw. die Schützenkönigin wird am Montag in Anwesenheit von Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Militär, Schützenvereinigungen und Zunftwesen geehrt und ist am darauffolgenden Sechseläuten Gast der Weggenzunft. Am Anlass sind auch Jugendmusiken und rund 300 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen beteiligt.

Das (Jugend-)Fest wird begleitet von einer grossen «Chilbi». Gemäss Beobachtungen des Festkomitees nimmt die Bevölkerung vermutlich in erster Linie diese «Chilbi» und weniger den Schiesswettbewerb wahr. Zudem sei die «Chilbi» die grösste der Schweiz auf einem zusammenhängenden Platz. Sie wird während der drei Tage je nach Wetter von zwischen 700'000 und 1 Million Personen besucht.

Bildergalerie

  • Ein Schütze beim Zielen vor der Schussabgabe © Schützengesellschaft der Stadt Zürich 2011
  • Schützen und Schützinnen werden instruiert, während die Zuschauer die Resultate im Schiessstand auf der Anzeige mitverfolgen © Schützengesellschaft der Stadt Zürich 2011
  • Blick auf die «Chilbi» am Knabenschiessen © Schützengesellschaft der Stadt Zürich 2011
  • Nächtlicher Chilbibetrieb © Schützengesellschaft der Stadt Zürich 2011
  • Zürcher Knabenschiessen im Albisgütli, anfangs des 20. Jahrhunderts © Schützengesellschaft der Stadt Zürich
  • Ein Schütze beim Zielen vor der Schussabgabe © Schützengesellschaft der Stadt Zürich 2011
  • Schützen und Schützinnen werden instruiert, während die Zuschauer die Resultate im Schiessstand auf der Anzeige mitverfolgen © Schützengesellschaft der Stadt Zürich 2011
  • Blick auf die «Chilbi» am Knabenschiessen © Schützengesellschaft der Stadt Zürich 2011
  • Nächtlicher Chilbibetrieb © Schützengesellschaft der Stadt Zürich 2011
  • Zürcher Knabenschiessen im Albisgütli, anfangs des 20. Jahrhunderts © Schützengesellschaft der Stadt Zürich

Videoaufnahmen

Sendung Knabenschiessen-TV vom 11.9.2010 © CA Media GmbH/Schützengesellschaft der Stadt Zürich

Referenzen und Dossier

Publikationen
  • Adrian Bänninger: Das Knabenschiessen in Zürich. In: Sechseläuten und Morgestraich. Die schönsten Feste und Bräuche der Schweiz. Geschichte und Gegenwart. Von Adrian Bänninger. Kreuzlingen, 2007, p. 172-175

  • Walter Betulius: Das Zürcher Knabenschiessen. In: Zürich und seine Feste. Ed. Paul Hugger. Zürich, 1986, p. 106-113

  • Claudio Gick: Geschichte des Zürcher Knabenschiessens. Herrliberg, 2011 (unveröffentlichtes Manuskript)

  • Emil Lipp: «Juhee, ich bin en Schwizerschütz». Sonderdruck des Tages-Anzeigers, Zürich 1968

  • Roman G. Schönauer: Knabenschiessen in Zürich. In: Das Jahr der Schweiz in Fest und Brauch. Zürich, 1981, p. 241-242

  • Rolf Siegenthaler: Knabenschiessen 1899-1998. Unter Mitarbeit von Jacques Fritschi. In: Festschrift. 525 Jahre Schützengesellschaft. Ed. Schützengesellschaft der Stadt Zürich. Zürich, 1998, p. 161-177

Dossier
  • Knabenschiessen

    Ausführliche Beschreibung Letzte Änderung: 24.08.2012
    Grösse: 241 kb
    Typ: PDF