Das Fondue


Beschreibung

Man schmilzt typischen Schweizer Käse in einem Caquelon, stellt den Topf auf ein Rechaud in der Mitte des Tischs, spiesst Brot- oder Kartoffelstücke auf eine Gabel, taucht diese in die Käsemasse, und schon geniesst man zusammen mit Freunden oder in der Familie das berühmte Käsefondue, das in der Schweiz als Nationalgericht gilt. In seiner modernen Variante, die zu Unrecht als unveränderlich gilt, wer­den drei typische Landesprodukte, Brot, Wein und Käse, miteinander vermischt. Das Gericht verkörpert den Inbegriff von Schlichtheit und Geselligkeit und vereinigt in sich sogar gewisse demokratische Werte der Schweiz: Gleichheit, solidarisches Teilen und Sehnsucht nach den Bergen.

Fondue ist seit 1699 nachweislich bekannt und vom 18. Jahrhundert an als Rezept in den Kochbüchern gang und gäbe. Die geeigneten Kochutensilien wur­den hingegen erst im Lauf des 20. Jahrhunderts zur Standardausrüstung der meisten Haushalte. Unterdessen ist das Fondue ein Wahrzeichen der touristischen Schweiz und sowohl im Kanton Freiburg als auch in anderen Regionen in verschiedenen Varianten zu finden. Zu den bekanntesten Fondue­arten gehört das «Moitié-Moitié», eine Mischung aus Greyerzer Käse und Freiburger Vacherin, Weisswein, Kirsch und Maisstärke. Ein weiterer Klassiker ist das Fondue mit Freiburger Vacherin, das als leichter ver­daulich gilt, nur aus einer einzigen Käsesorte besteht und dank der Zugabe von etwas Wasser eine cremige Konsistenz erhält. Sobald man über die nötigen Utensilien verfügt, ist die Fonduezubereitung ganz einfach - auch wenn spezialisierte Restaurants sorgsam darauf bedacht sind, ihre Rezepte geheim zu halten...

Bildergalerie

  • Werbebild für Fondue, 1933 © Glasson/Musee gruerien, Bulle, 1933
  • Das Fondue als praktisches Gericht für jede Gelegenheit, zum Beispiel auf einem Floss auf dem Genfersee © L’Illustré 1942
  • Im Café «Le Tivoli» in Châtel-Saint-Denis, folkloristische Inszenierung eines Fondues © Glasson/Musee gruerien, Bulle, 1964
  • Die Zutaten für ein Freiburger Fondue © Interprofession du Gruyère AOC
  • Dégustation de fondue chez un affineur, avril 2011 © Nicolas Repond
  • Fondue dans le train Montreux-Bulle mars 1996 © Nicolas Repond
  • Fondue dans un café à Bulle février 2000 © Nicolas Repond
  • La fondue, emblème fribourgeois dans une foire, mars 2004 © Nicolas Repond
  • Fondue-Cocktail, Bulle le 3 février 2012 © Nicolas Repond/Musée gruérien
  • Werbebild für Fondue, 1933 © Glasson/Musee gruerien, Bulle, 1933
  • Das Fondue als praktisches Gericht für jede Gelegenheit, zum Beispiel auf einem Floss auf dem Genfersee © L’Illustré 1942
  • Im Café «Le Tivoli» in Châtel-Saint-Denis, folkloristische Inszenierung eines Fondues © Glasson/Musee gruerien, Bulle, 1964
  • Die Zutaten für ein Freiburger Fondue © Interprofession du Gruyère AOC
  • Dégustation de fondue chez un affineur, avril 2011 © Nicolas Repond
  • Fondue dans le train Montreux-Bulle mars 1996 © Nicolas Repond
  • Fondue dans un café à Bulle février 2000 © Nicolas Repond
  • La fondue, emblème fribourgeois dans une foire, mars 2004 © Nicolas Repond
  • Fondue-Cocktail, Bulle le 3 février 2012 © Nicolas Repond/Musée gruérien

Referenzen und Dossier

Publikationen
  • François de Capitani : Soupes et citrons. La cuisine vaudoise sous l’Ancien Régime. Lausanne, 2002

  • Musée gruérien (Ed.) : La Civilisation du Gruyère, Cahiers du Musée gruérien no. 2, Bulle, 1999

  • Isabelle Raboud-Schüle : Comment la fondue vint aux Suisses. In : Annales fribourgeoises no. 72, 2010, p. 101-112

  • Michel Schlup, Caroline Calame : Neuchâtelois à table (1750-1930). Fragments d'une mémoire culinaire et gastronomique oubliée. La Chaux-de-Fonds, 2011

Dossier