Bochselnacht


Kategorie:
Gesellschaftliche Praktiken
Kanton:

Beschreibung

Am Donnerstag der letzten ganzen Woche vor Weihnachten feiern die Primar- und Sekundarschule von Weinfelden die Bochselnacht. Kinder und Jugendliche ziehen nach Einbruch der Dunkelheit durch das Zentrum von Weinfelden und zeigen ihre Bochseltiere, die sie aus Futterrüben geschnitzt haben und nun mit einer Kerze ausleuchten. Der Umzug endet auf dem Rathausplatz mit dem Lied «Freut euch des Lebens, weil noch das Lämpchen glüht». Danach wird den Kindern und Jugendlichen im Schulhaus eine Brezel serviert. Um 20 Uhr führen die Oberstufenschülern und -schülerinnen das Bochselnachttheater auf. Alle sind in Feierstimmung, nicht nur die Schüler und Schülerinnen, die bis 2004 an diesem Abend rauchen durften. Auch die Erwachsenen lassen es sich nach dem Theater in den Restaurants gut gehen. Speziell für diesen Abend wird von den Bäckern ein «Böllewegge» hergestellt, der zusammen mit Ottenberger Wein und Salzis verzehrt wird. Auch in den umliegenden Dörfern am Ottenberg feiern die Menschen die Bochselnacht, wobei sich in jedem Dorf eine eigene Form entwickelt hat. Die Herkunft und Bedeutung des Brauches ist nicht geklärt. Unterschiedliche Entstehungslegenden kursieren unter den Einwohner und Einwohnerinnen von Weinfelden und der Umgebung.

Bildergalerie

  • Umzug mit Zuschauerinnen und Zuschauern © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Umzug mit Zuschauerinnen und Zuschauern © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Umzug mit geschnitzten Rüben und Laternen © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Leuchtende Laternen und geschnitzte Rüben © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Geschnitzte Rübe © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Von der Zweiten Oberstufe hergestellte Papierlaternen © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Von der Zweiten Oberstufe hergestellte Papierlaternen © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Geschnitzte Rüben © Bürgerarchiv Weinfelden
  • Den Schülern wird nach dem Umzug Wurst und Brot verteilt © Bürgerarchiv Weinfelden
  • «Bochseltiere» aus der Bochselnacht 1930
  • Umzug mit Zuschauerinnen und Zuschauern © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Umzug mit Zuschauerinnen und Zuschauern © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Umzug mit geschnitzten Rüben und Laternen © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Leuchtende Laternen und geschnitzte Rüben © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Geschnitzte Rübe © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Von der Zweiten Oberstufe hergestellte Papierlaternen © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Von der Zweiten Oberstufe hergestellte Papierlaternen © Roger Pfister, Weinfelden 2006
  • Geschnitzte Rüben © Bürgerarchiv Weinfelden
  • Den Schülern wird nach dem Umzug Wurst und Brot verteilt © Bürgerarchiv Weinfelden
  • «Bochseltiere» aus der Bochselnacht 1930

Referenzen und Dossier

Publikationen
  • Hanns Bächtold-Stäubli, Eduard Hoffmann-Krayer (Ed.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens vol. 4, Berlin, 1931, p. 1545

  • Thomas Holenstein: Die Bochselnacht (unveröffentlicher Vortragstext). Bürgerarchiv Weinfelden, 1998

  • Hermann Lei: Die Weinfelder Bochelnacht. In: Thurgauer Bräuche. Ed. Thurgauische Kantonalbank. Weinfelden, 1977, p. 36 - 39

  • Hermann Lei: Geschichte der Sekundarschule Weinfelden. 1834 - 1984. Weinfelden, 1984

  • Walter Seeger: Die Bochselnacht in Weinfelden und Umgebung. In: Thurgauer Jahrbuch vol. 17, 1941, p. 9-22

  • Hermann Stähelin: Die Boxelnacht. Über die Bedeutung der am Donnerstage vor Weihnachten in Weinfelden alljährliche wiederkehrende Feier. In: Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte vol. 26, 1886, p. 115 - 124.

  • Walter Stammbach: Tagebuch-Aufzeichnungen (1921 - 1949). Bürgerarchiv Weinfelden

Dossier
  • Bochselnacht

    Ausführliche Beschreibung Letzte Änderung: 16.07.2012
    Grösse: 227 kb
    Typ: PDF